Auf der Hoffnungswiese

Taufstein aus St. Michael wurde an das Helios Klinikum übergeben

Wie so viele Gegenstände aus der Kirche St. Michael in Nordstemmen hat auch der Taufstein ein "zweites Leben" an einem neuen Ort. Im Gegensatz zu den Bänken, der Michaelsfigur und den Statuen von Maria und Josef ist er aber ganz in der Nähe geblieben und kann am Helios Klinikum in Hildesheim besucht werden.

Die Krankenhausseelsorgerin Ulrike Langer hatte mit der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur des Ethik-Komitees die Idee entwickelt, auf dem Gelände des Klinikums eine Hoffnungswiese entstehen zu lassen. Einen Ort, an dem Ruhe im sonst oft hektischen Klinikbetrieb einkehren darf, an dem der Verstorbenen gedacht werden kann - gleich ob Patient:innen oder Mitarbeitende des Krankenhaus. Im Herbst des vergangen Jahres haben Firm-Jugendliche aus Hildesheim hier über 1000 Blumenzwiebeln eingepflanzt, die in diesem Frühjahr erstmal blühten und die Wiese in viele bunte Farben tauchten. Für mehr "Lebendigkeit" suchte Ulrike Langer nun eine Vogeltränke und dafür ist das ehemalige Nordstemmer Taufbecken nun auf die Hoffnungswiese umgezogen.

Bereits im Mai hatten Mitarbeiter der Firma Kernbach den Taufstein in der Kirche St. Michael ab- und in Hildesheim wieder aufgebaut. Jetzt gab es eine Feierstunde mit einer kleinen Liturgie, in der dieses Taufbecken am neuen Ort offziell übergeben und feierlich eingeweiht wurde. Neben den Krankenhausseelsorgerinnen, den Mitarbeitenden aus der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur und dem Junior Manager der Geschäftsführung, Benedikt Meider waren auch eine ganze Reihe Interessierter aus Nordstemmen bei dieser Einweihungsfeier dabei. Die Flötengruppe ImTakt umrahmte die Feierlichkeiten mit wunderschöner Musik. 

Auch wenn die Gemeinde St. Michael leider künftig keinen Garten mehr zur Verfügung hat, übergab Ulrike Langer eine Tüte mit vielen Krokuszwiebelen an Barbara Scholz - es werden sich Orte finden lassen, an denen diese gepflanzt werden und in Zukunft blühen dürfen.

 

Ute Köhler