Fröhlich gefeiert
Das erste Weihnachten in der umgestalteten Heilig-Geist-Kirche
Mit der Wiedereröffnung der Heilig-Geist-Kirche begann auch eine Reihe von vielen "ersten Malen". Alle vertrauten Gottesdienste und Ereignisse bekommen eine neue Form. So war es natürlich auch am Heiligabend mit dem nachmittäglichen Familiengottesdienst mit Krippenspiel und der abendlichen Christmette.
Am Nachmittag füllte sich die Kirche bereits vor Beginn um 15.00 Uhr mehr und mehr. Schließlich saßen Familien auch auf den Stufen neben der Krippe, Kinder auf dem Parkettboden und es standen noch etliche Menschen rundum an den Wänden. Trotzdem herrschte eine entspannte und fröhliche Stimmung - vielleicht auch deswegen, weil ja niemand "hinten" und somit weit weg vom Geschehen war. Das Krippenspiel selbst nämlich nutzte nämlich fast den gesamten Raum der Kirche aus. Das Stück "Elias und die Engel" spielte "in dieser Zeit in unsrer Stadt", wie es auch in einem Lied besungen wurde. Der Junge Elias - gespielt von Elias Wichmann - saß mit seiner Mutter im Wohnzimmer, das zwischen Krippe und Weihnachtsbaum im Chorraum aufgebaut war. Auf der Suche nach echten Engeln trifft er im Innenraum an einer Bushaltestelle tatsächlich den ersten "Engel im Alltag", der ihm dann auf dem Weg durch die Stadt, also einmal rund um die Säule der Kirche, viele seiner Kollegen vorstellt. Lichterketten zaubern ihnen jeweils so ein gewisses Leuchten ins Gesicht. Schließlich landen alle zusammen in der Kirche, wo sie mit dem dort geprobten Krippenspiel in die Weihnachtsgeschichte eintauchen. Das Hirtenfeld befindet sich mitten auf der Freifläche in der Kirchenmitte, der Stall von Betlehem ist vor dem Altar aufgebaut. Die Engel sind auch hier noch einmal gefragt und weisen den Weg. "Krippenspiel mittendrin" also.
Nach dem Gottesdienst mit Liedern und Gebeten strömten noch viele Große und Kleine an die Krippe, die ebenfalls ganz neu aussah. Günter Herrmann, der seit vielen Jahren die Krippenfiguren aufbaut, hatte in den letzten Monaten im heimischen Keller eine ganz neue Kulisse gestaltet. Aus Styropor, Modelliermasse und Farbe hatte er ein Stück Stadtmauer von Bethlehem, einen Turm und eine offenen Stall geschaffen. Diese neue Kulisse passte ganz hervorragend zu den alten Krippenfiguren, die so ein neues Zuhause gefunden hatten.
Zu Beginn der abendlichen Christmette wurde diese Krippe zunächst gesegnet, bevor dann der feierliche Gottesdienst zur Christnacht gefeiert wurde. Um diese Uhrzeit reichten die Sitzplätze gerade aus, viele freuten sich, in dieser schönen "neuen" Kirche zum ersten Mal Weihnachten feiern zu können. Und zum Schluss erklang natürlich der Zimbelstern an der Orgel zum festlichen "Stille Nacht" bei Kerzenschein.
Text: Ute Köhler
Fotos: Hans & Tim Potthast








































