Alle Jahre wieder

 29 Kinder wirken beim Sarstedter Krippenspiel mit

Ein bisschen anders war es dann doch diesmal: nicht die Engel, die Hirten oder natürlich Maria und Josef standen im Mittelpunkt des Krippenspiels – sondern der Wirt.
Der will einfach nur seine Ruhe haben, nachdem er alle Zimmer seiner Herberge an die Volkszählungsgäste vermietet hat. Aber aus seiner geruhsamen Nacht wird nichts. Immer wieder legt er sich aufs Ohr und zieht sich die Decke über die Ohren, immer wieder wird er von fremden Menschen rausgeklopft.

Zuerst sind es Maria und Josef, die er im Stall hinterm Haus unterbringt, und denen er nach einer Weile auf Josefs Nachfrage auch noch eine dritte, kleinere Decke überlässt. Dann folgen ein Engel, die Hirten, drei Könige und schließlich die restliche große Engelschar. Am Ende ist der Wirt vollkommen genervt und beschließt, jetzt im Stall mal nach dem Rechten zu sehen. Und da geschieht das Wunder: beim Anblick des Jesuskindes und nach den Erläuterungen der Eltern und Besucher, um wen es sich da handelt, geht dem unwirschen Wirt das Herz auf! Er läuft los, um alle anderen Gäste zu wecken und ihnen von seiner neu erlebten Weihnachtsfreude zu berichten.

Viel Applaus bekommen die kleineren und größeren Krippenspielkinder, allen voran Giuseppe Gentile, der den Wirt ganz großartig verkörpert hat.

Alle Gottesdienstfeiernden waren eingeladen, nach dem Krippenspiel noch einmal an der „echten“ Krippe vorbeizuschauen. Ein besonderer Dank geht an Günter Herrmann, der die Krippenlandschaft alljährlich liebevoll aufbaut und gestaltet. In diesem Jahr musste er sich wieder einmal als Retter in der Not erweisen: Der Engel war beim Transport von der Orgelempore in die Kirche kurz vor Heiligabend in zwei Teile zerbrochen – Herr Herrmann hatte ihn aber im Eiltempo geklebt und die geflickte Stelle neu bemalt, sodass er nun wieder strahlend seinen weihnachtlichen Dienst über dem Krippendach erfüllen kann.