Bau-Tagebuch
Unsere Heilig-Geist-Kirche wurde von Januar bis November 2025 umgebaut und komplett umgestaltet. Hier können Sie in unserem Bau-Tagebuch nachlesen und -sehen, was in dieser Zeit alles passiert ist.
Dieses Bautagebuch hat sich während der Bauarbeiten von unten nach oben gefüllt.
Um zum Start Anfang Januar 2025 zu kommen, müssen Sie also ganz nach unten scrollen.
22./23. November
Nun ist alles fertig! (Naja: fast. An der Orgel fehlen noch ein paar Pfeifen, was aber dem Klang keinen Abbruch tut - sie werden Anfang Dezember "nachgereicht"). Wir sind sehr froh, dass alles so gut geklappt hat und so wunderschön geworden ist!
Vielen, vielen Dank an alle, die mit Ihrer Arbeit und viel Herzblut an der Umgestaltung unserer Heilig-Geist-Kirche mitgewirkt haben!!
Wir haben einen wunderbaren Gottesdienst zur Wiedereröffnung mit Bischof Heiner Wilmer am Sonntag, dem 23. November gefeiert - und freuen uns auf viele schöneEreignisse, die wir in dieser Kirche in Zukunft feiern werden.
18. November
Und auch die Heiligenfiguren kehrten aus der Werkstatt der Restauratorin zurück. Frisch gereinigt und aufgearbeitet haben sie zum Teil einen neuen Standplatz in der Kirche bekommen. Sie machen den Kirchenraum nun komplett und lebendig.
18. November
Wenige Tage vor der Wiedereröffnung war es soweit: Aus der Schmiede der Abtei Königsmünster in Meschede wurden der neue Altar, der Ambo und Podeste für die Heiligenfiguren geliefert. Das verbindende Element bei allen Werkstücken ist gewachster Cortenstahl, der bei Altar und Ambo die geschwungenen Linien der Licht- und Heizelemente aufnimmt. Innerhalb der Stahlbögen befindet sich jeweils eine golden schimmernde Titanstele, auf der eine Glasplatte montiert ist. Auf der Platte des Altars ist der Text des Pfingsthymnus ("Komm herab, o Heilger Geist") aufgebracht, auf der Glasplatte des Ambos kann man den Prolog des Johannes-Evangeliums lesen ("Im Anfang war das Wort...").
Auch unseren Tabernakel hatten wir ja im August bei unserem Besuch der Schmiede in Meschede dorthin mitgenommen, er wurde aufgearbeitet und innen deutlich "aufgehübscht". Auch er hat nun einen neuen Standort in der Kirche bekommen.
November
Die Orgelbauer setzen nach und nach die gefühlten 100.000 Einzelteile der Orgel wieder zu einem Instrument zusammen. Zusätzlich bekommt die Nordstemmer Orgel an ihrem neuen Standort noch ein neues 16-Fuß-Violon-Register im Pedalbereich - für mehr "Wumms" in den Basstönen (sehr laienhaft ausgedrückt!). Die längsten Pfeifen an der Rückseite der Orgel sind 4,80 m hoch.
13. / 14. November
Jetzt kann man in der Kirche sitzen! Zuerst wurden die 40 stapelbaren Zustell-Stühle geliefert. Diese werden voraussichtlich nur bei besonders großen Gottesdiensten wie Weihnachten oder zur Erstkommunion benötigt - die restliche Zeit verbringen sie gestapelt im Stuhllager (dem ehemaligen Beichtraum).
Am Folgetag kam der Lieferwagen aus Freiberg in Sachsen, wo die 80 Holzstühle eigens für uns gefertig worden waren. Die Hälfte ist mit Armlehnen ausgestattet, sie werden im Wechsel mit lehnenlosen Stühlen stehen, sodass hoffentlich jede:r die Chance hat, sich zum Hinsetzen oder Aufstehen abstützen zu können. Ein Viertel der Stühle wird mit gepolsterten Kniebänken versehen sein, sodass man sich auf Wunsch auch weiterhin zum Hochgebet hinknien kann.
An den Stühlen haben wir lange geplant und gefeilt - und die einhellige Meinung aller Probesitzenden ist bislang: sehr bequem!
14. November
Die neuen "Möbel" für die Kirche sind da. Neben dem Hauptportal gibt es jetzt ein breites Regal, das zwei Funktionen erfüllen wird: zum einen dient es in der Messe als Kredenz für die Gabenbereitung, wo Kelch und Hostienschale bereitgestellt werden, zum anderen können Sie dort in Zukunft ihre Lebensmittelspenden für den Guten Hirt in Körbe legen - beide Gaben gehören zusammen.
Auf der anderen Seite stehen nun zwei Regale für die Gesangbücher Gotteslob und "Singt mit Herz", der Schriftenstand ist dafür in den seitlichen Eingangsbereich gewandert.
6. / 7. November
Der Steinfußboden wurde professionell gereinigt - mit einem beeindruckenden Ergebnis! Im vorderen Bereich rund um den künftigen Tabernakel waren einige neue Steinfliesen verlegt worden, neben denen die bereits vorhanden echt "alt" aussahen.
Nun wurde der Boden von jahrzehntealten Verschmutzungen befreit und versiegelt - und man sieht fast keinen Unterschied mehr.
Seit Anfang Oktober...
... wird die Orgel aufgebaut. Die ehemalige Sarstedter Orgel war im Januar abegebaut und nach Italien verkauft worden. Nun zieht die Orgel aus der profanierten Kirche St. Michael in Nordstemmen ein. Fast sämtliche Teile waren zwischenzeitlich bei der Orgelbaufirma in Höxter eingelagert und gereinigt worden, das Gehäuse wurde weiß lasiert, damit es farblich besser in die neue Kirche passt. Die Schleierbretter (Zier-Elemente an der Vorderseite) und der goldene Stern sind aber geblieben und lassen die Nordstemmer Orgel erkennbar bleiben.
Die Orgel steht nicht auf der Empore, weil sie für die dortige Deckenhöhe zu hoch ist. Sie findet ihren Platz stattdessen im linken Seitenschiff. So bei Gottesdiensten später wirklich alle Akteur:innen inklusive der Organisten auf einer Ebene.
Das Bonifatiuswerk unterstützt die Umgestaltung unserer Kirche mit der großzügigen Summe von 125.000 Euro. Hier kommen Sie zu einem Bericht auf der Website des Bonifatiuswerkes:
7. Oktober
Das Pastoralteam hatte alle Planer:innen und Baubeteiligten zu einem kleinen Abschlussfest eingeladen - und viele waren gekommen. Pfarrer Volkwein dankte im Namen des Teams allen für die gute und stressfreie Zusammenarbeit. Auch die Architektin Rose von der Heyde, Sabine Klages als Leiterin des Bereichs Bau im Bischöflichen Generalvikariats und Jochen Preusse, der als Generalunternehmer die Bauarbeiten koordiniert hatte, gaben ein positives Fazit ab. Dann durfte der Raum wirken. Lars Neumann und Simon Buchholz zeigten in Licht und Ton die wunderbare Neugestaltung der Kirche.
Ende September bis Mitte Oktober
Ein weiteres, ganz neues Element ist in die Kirche eingezogen: Am Hauptportal befindet sich jetzt ein Windfang mit zwei Türen. So kann später vielleicht das dunkle Portal geöffnet sein und viel Licht in den Raum lassen, ohne dass "Durchzug" herrscht. Im Winter dient der Windfang als Temperaturschleuse und hält die Kälte draußen.
29. September bis 1. Oktober
Nachdem bei der ersten Lieferung einige Exemplare defekt waren, wurden nun die Lichtelemente für die Bögen im Mittelschiff geliefert. Alles wurde verbaut, verkabelt und auf die richtige Höhe gezogen. Nun können diese Leuchten dort, wo die Menschen sitzen, helles und blendfreies Licht bieten.
22. September
Zu Beginn dieser Woche ist das Taufbecken in die Kirche zurückgekehrt. Mithilfe einer aus Holzbalken angefertigten Tragevorrichtung und eines kleinen Gerüstes konnte es punktgenau am vorgesehen Ort platziert werden. Im Lauf der vergangenen 112 Jahre hat es schon an verschiedenen Stellen in der Kirche gestanden - nun hat es seinen Platz in der Apsis des ehemaligen Altarraums, der so zum Taufbereich werden wird.
16. bis 18. September
Und schließlich kamen auch die Drahtseile zum Tragen. In extra angefertigte Stahlbögen wurden Heizelemente eingebaut, diese zusammengefügt und dann an den bereits von der Decke hängende Stahlseilen in ihre endgültige Höhe von 4,50 m gezogen. Diese Infrarot-Heizung wärmt dann im Zusammenspiel mit der Fußbodenheizung genau den Bereich, in dem die Stühle im Mittelschiff stehen werden.
15. bis 19. September
In einer sehr ereignisreichen Woche kamen neben der Beleuchtung auch die neuen Lautsprecher in die Kirche. Die Übertragung der Sprache über Mikrofone, aber auch Musikeinspielung wird hauptsächlich über zwei im Kirchenschiff hängende Lautsprecher erfolgen. Diese hängen jeweils in der Nähe von Ambo und Altar als Haupt-Sprechorte. Im Chorraum, der zukünftigen Taufkapelle, sind an der Wand zwei weitere Lautsprecher angebracht. Ein Probelauf mit eingespielter Musik zeigte: Der Sound ist großartig!
Alle Technik - Licht, Ton, Heizung, Kameraübertragung - läuft in einem Elektronikschrank in der Sakristei zusammen. Dieser enthält beeindruckend viele Kabel, Displays und Schaltflächen.
15. bis 19. September
Es wurde Licht! Die Elektriker konnten nun die Lichtleisten oberhalb der Akustikpanele im Obergaden und eine sehr große Zahl von LED-Spots einbauen. Die beiden Lichtplaner waren dann zum Teil in luftiger Höhe auf dem Rollgerüst unterwegs, um die Spots genau auf ihre jeweiligen zu beleuchtenden Flächen auszurichten.
Die Kirchendecke kann zukünftig in farbiges Licht getaucht werden.
15. bis 19. September
Auch bodennah gingen die Arbeiten weiter. An den Wänden in den Seitenschiffen wird es in Zukunft Holzverkleidungen geben, hinter denen sich eine Menge an Kabeln und Leitungen versteckt. Diese Wandpanele nehmen die Holzfarbe der Akustikabsorber im oberen Teil der Wände und im Chorraum auf, sind aber "ungelocht", da sie nicht akustisch wirksam sein müssen. Im Bereich des Parkettbodens im Mittelschiff sind auch wieder Bänke an den Wänden vorhanden, die schon zum Sitzen einladen.
8. bis 11. September
Nach einer einwöchigen Ruhepause (da das Baugerüst deutlich schneller abgebaut worden war, als ursprünglich geplant) gingen die Arbeiten weiter - und zwar zunächst auf dem Dachboden über dem Deckengewölbe der Kirche. Hier waren ja schon vor Monaten Bohrungen durchgeführt und mit festen Hülsen versehen worden. Durch diese Bohrungen wurden jetzt Drahtseile ins Kirchenschiff heruntergelassen, an denen später die geschwungenen Stahlelemente für Heizung und Beleuchtung aufgehängt werden.
Aus weiterer Entfernung sahen diese Stahlseile sehr filigran aus und wirkten fast wie moderne Kunst.
25. bis 28. August
Schließlich konnte das raumfüllende Baugerüst in der Kirche wieder abgebaut werden. Der Aufbau im Frühsommer hatte zwei Wochen gedauert, der Abbau ging dann in nur vier Tagen sehr fix über die Bühne. Somit ist wieder ein wesentlicher Schritt abgeschlossen.
Jetzt gibt es wieder viel freien Raum. Und den freien Blick auf die hellen Wände, die neuen Akustikpanele und das gereinigte Pfingst-Mosaik. Es entsteht ein immer deutlicherer Vorgeschmack auf das neue Raumgefühl.
Übrigens...
... eine der am Umbau der Kirche beteiligten Handwerkerinnen ist uns gut bekannt: Miriam Gaudin gehört zu unserer Kirchenmeinde und macht zurzeit ihre Ausbildung zur Tischlerin. So hat sie zusammen mit zwei Kollegen die Akustikpanele sorgsam in luftiger Höhe angebracht.
Auch vielen von Ihnen dürfte Miriam bekannt vorkommen. So war sie in jüngeren Jahren als Sternsingerin und Messdienerin im Einsatz, hat im Kinderchor Cantolino mitgesungen, in zahlreichen Krippenspielen mitgespielt und war an unzähligen Kinderbibelnachmittagen und Treffpunkt.Gott-Veranstaltungen dabei - eigentlich immer mit ihrer Zwillingsschwester Janina.
Liebe Miriam, wir freuen uns sehr, dass du jetzt am Projekt Neugestaltung der Heilig-Geist-Kirche mitwirkst!
Auf den beiden größeren Bilder auf der rechten Seite ist Miriam vorne links zu sehen.
28. Juli bis 22. August
Im Kirchenschiff werden die Akustikabsorber angebracht. Das sind große Holzpanele mit sehr feinen Löchern, die später bestimmte Frequenzen des Raumschalls minimieren werden - für eine bessere Sprachverständlichkeit.
Dafür wurde zunächst eine Unterkonstruktion an die Wände geschraubt und mit Dämmmaterial ausgefüllt, darauf konnten dann die großen Holzpanelen angebracht werden. Die akustikwirksamen Holzelemente (übrigens wie alle neu gestalteten Holzflächen aus geweißter Eiche) sind am Obergaden, das ist der Bereich unter den oberen Fenstern im Mittelschiff, und in der Apsis, dem späteren Taufbereich, angebracht.
Mitte August
Auf dem Baugerüst ergeben sich ganz neue Perspektiven, auch die Fenster kann man endlich mal von Nahem betrachten. Da gibt es Details, die man vom üblichen Standort aus gar nicht erkennen konnte. Und natürlich zeigte sich, dass auch die Kirchenfenster wie alle anderen Oberflächen mit einer ziemlichen Schmutz- und Rußschicht bedeckt waren. Jetzt war die Gelegenheit, diese Fenster zu reinigen. Das muss dann allerdings für die nächsten Jahrzehnte auch wieder reichen...
Anfang Juli bis Mitte August
Einige hundert Liter Farbe sind vom Maler-Team an die Wände und die Decke der Kirche gebracht worden. Alles, was nicht weiß (wir haben uns für RAL 9010 entschieden) werden sollte, musste vorher natürlich sorgsam in Folien gehüllt, verpackt und verklebt werden. Die Farbe wurde nicht mit Pinsel (logisch!) oder Farbrolle aufgetragen, sondern mit einem Sprühsystem. Schon jetzt ist trotz der vielen Gerüste und nur punktuell wirkenden Baustrahler zu erkennen, dass es durch die weiße Wandfarbe in Zukunft deutlich heller in der Kirche aussehen wird.
Mitte Juli bis Mitte August
Frauen sind unter den Handwerkern, die seit Januar in und an unserer Kirche arbeiten, eher unterrepräsentiert - aber im Sommer war das Gerüst an der Apsis-Seite jeweils an einem Tag pro Woche fest in Frauenhand. Zwei Restauratorinnen haben mit Sachverstand und viel Wasserdampf das große Mosaik gereinigt.
Ein Vorher-Nachher-Effekt war schon an einem Probefeld gleich zu Beginn deutlich erkennbar. Jetzt strahlt Pfingstmosaik, das Ende der 1960er Jahre vom Künstler und Diakon Claus Kilian geschaffen worden ist, wieder in neuem Glanz.
Anfang Juli
Während im Kirchenschiff noch gefräst und gespachtelt wird, konnte der Maler schon in den "Nebenräumen" mit seiner Arbeit beginnen. Die kleine Kapelle, in der sonst die Pietá steht, ist bereits frisch geweißt. Mangels guter Beleuchtung kommt das leider noch nicht so recht zur Geltung. Im ehemaligen Beichtraum und im Eingangsbereich unter dem Turm war allerdings der Wandputz großflächig zu locker - hier muss also zunächst eine neue Putzschicht aufgetragen werden, damit die Wandfarbe dann daran auch gut haften kann.
Ende Juni
Die Risse in der Gewölbedecke sind inzwischen freigelegt und ausgefüllt worden. Dafür musste an den entsprechenden Stellen das Vlies und das zwischenzeitlich als Füllmaterial verwendet Silikon entfernt werden. Anschließend wurden "Einspritzhülsen" eingebracht, durch die die Risse mit einer Füllmasse geschlossen werden konnten. Insgesamt 70 kg Material ist so in die Kirchendecke eingebracht worden.
17. Juni
Was man leider auch sehr deutlich sieht, wenn man so dicht unter der Kirchendecke spazieren geht, sind die dort befindlichen Risse! Außerdem schien der Architektin und dem Bauleiter das bei der vor-vorigen Sanierung eingebrachte Kunstfaser-Vlies etwas suspekt. Möglicherweise schließt es den Putz zu dicht ab, sodass er nicht genug Feuchtigkeit aufnehmen kann, was bei der künftigen veränderten Heiztechnik zu Schimmelbildung führen könnte.
Ein Gutachter besah sich alles von Nahem und gab Entwarnung. Das Vlies kann bleiben und erneut übergestrichen werden. Die Risse in der Kirchendecke sind nicht besorgniserregend, sie können ausgebessert werden. Das früher einmal zur Reparatur eingebrachte Silikon ist allerdings nicht mehr das Mittel der Wahl - es wird entfernt und durch ein passenderes Material ersetzt.
16. Juni
Inzwischen sind ein paar Besucher:innen-Bauhelme verfügbar, und so durften wir als Pastoralteam gemeinsam mit unserer Architektin Frau Rose von der Heyde und der Architektin des Bischöflichen Generalvikariats Frau Donnabelle Blunk das Baugerüst erklimmen und eine Kirchenbesichtigung der anderen Art unternehmen. Wie beim Bergsteigen ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit eine gute Grundlage! Dann ergeben sich wirklich aufregende Perspektiven, die sich allerdings mit Fotos gar nicht so richtig einfangen lassen.
Erste Junihälfte
Anfang Juni wurde unsere Wärmepumpe geliefert. Der vor Monaten ausgehobene Schacht für Leitungen und Rohre konnte nun verfüllt und die Fläche wieder gepflastert werden. Die große und schwere Wärmepumpe passgenau vom Radlader auf die Fundamente zu heben, das hatte schon "Wetten-dass"-Qualität!
20. Mai bis 12.Juni
Kaum konnte man das schöne neue Parkett bewundern, da wurde es auch schon wieder mit Folie, Decken und Holzplatten abgedeckt. Denn im gesamten Kirchenmittelschiff und in der Apsis wurde nun über Wochen ein Baugerüst aufgebaut. Die folgenden Arbeiten werden nicht mehr in Bodennähe, sondern in weiter oben befindlichen Ebenen stattfinden, sodass alle Bereiche des Deckengewölbes und der Seitenwände erreichbar sein müssen. In der Kirche wuchs ein immer dichter werdender "Wald" aus Rohrstangen, Treppen und Gittern. Inzwischen darf die Kirche nur noch mit Bauhelm ausgestattet betreten werden.
Ende Mai
Neben dem Eichen-Parkett im Mittelschiff (dem künftigen Sitzbereich) und dem Chorraum wird es auf den anderen Flächen, also im Eingangsbereich und in den Seitenschiffen auch weiterhin den gewohnten Steinfußboden geben. Viele Steinfliesen konnten weiterverwendet werden, eine kleinere Menge war aber durch Bruch oder abgeplatzte Stellen nicht mehr brauchbar. So wurden im vorderen linken Seitenschiff - hier wird später der Tabernakel stehen - neue Steinfliesen aus dem gleichen Material verlegt.
19. Mai
Manches lässt sich nicht am Computer planen...
Wieviele Hocker braucht es im Chorraum, der ja zum Tauf-Ort werden wird? Wir haben die (für die Firmvorbereitung angeschafften) Papphocker als "Dummies" in die Apsis gestellt, um uns das besser vorstellen zu können.
Mitte Mai
Schließlich war das Parkett fertig verlegt und glänzte ganz wunderbar im Lichteinfall durch die Fenster. Da es zunächst nicht betreten werden durfte, machten sich die Beteiligten der montäglichen Baubesprechung ein Bild von der Orgelempore herab.
Ende April bis Mitte Mai
Für drei Wochen gehörte die Kirche allein den Parkettverlegern. Das Lamellenparkett aus Eichenholz wurde "Päckchen für Päckchen" auf den Untergrund geklebt, anschließend abgeschliffen und mehrfach behandelt und versiegelt. In dieser Zeit durften keine anderen Arbeiten ausgeführt werden, um keinen Staub aufzuwirbeln, der dann mitversiegelt worden wäre.
Im April
Während des gesamten Monats liefen Elektroarbeiten im Inneren der Kirche. Für Heizung, Licht, Akustik, Internet und auch einfach Steckdosen werden neue Leitungen in der Kirche benötigt. Dafür wurden Meter um Meter Schlitze in die Wände und Bögen gefräst, in die die neuen Kabel verlegt werden.
29. April
Zur Abwechslung mal wieder ein Schwenk in den Außenbereich. Ende April konnten die Rohre für die Zuleitung zur Wärmepumpe verlegt werden. Da sich die Rohre nicht so stark krümmen ließen wie gedacht, musste dafür noch ein etwas größerer Bereich aufgebaggert werden.
Zweite Aprilhälfte
Vor Beginn der Umbauarbeiten im Kirchenschiff waren die vorhandenen Natursteinplatten aufgenommen und gelagert worden - nun können sie in den vorderen Seitenschiffen und zwischen Apsis und Sitzbereich wieder verlegt werden. Allerdings war doch eine recht hohe Zahl an Fliesen zu stark beschädigt, sodass sie nicht mehr verwendet werden können. Eine Nachbestellung läuft. Nach Abschluss der Verlegearbeiten wird eine Grundreinigung durchgeführt.
16. April
Am Mittwoch der Karwoche - bei bestem Wetter - fand mittags ein erstes Dankeschön-Treffen aller am Umbau beteiligten Firmen und Abteilungen an. Bei Kartoffelsuppe, belegten Brötchen und Getränken kam man untereinander ins Gespräch. Was alle verbindet, ist die Vorfreude auf den fertig umgebauten Kirchenraum.
Am Nachmittag war dann die Kirchenbaustelle für Neugierige geöffnet. Pfarrer Volkwein begrüßte ca. 50 Personen, die sich im Kirchenschiff umschauen wollten. Die Architektin Rose von der Heyde und das Pastoralteam standen für Fragen bereit. und die Besucher:innen zeigten ein so hohes Interesse an Informationen der bisherigen und noch weiter geplanten Umgestaltung, dass ein "in der Hinterhand" vorhandenes Programm gar nicht benötigt wurde.
WERBUNG
Seit drei Monaten berichten wir hier im Bautagebuch von den Umbauarbeiten der Heilig-Geist-Kirche. Sind Sie neugierig darauf, den Zwischenstand mal "in echt" zu erleben? Dann schauen Sie gern vorbei! Am 99. Tag der Bauphase - Mittwoch, dem 16. April um 17.00 Uhr - laden wir Sie zu einer Baustellenbesichtigung und einem Erleben der (ziemlich) leeren Kirche ein.
- Die Architektin Rose von der Heyde und das Pastoralteam stehen für Fragen & Antworten bereit.
- Es gibt ein meditatives Angebot, den Kirchenraum in seiner derzeitigen Form zu erleben.
- Bilder der bisherigen Baumaßnahmen und der künftigen Gestaltung werden präsentiert.
Erste Woche im April
Jetzt wird alles dicht gemacht. Die Arbeiten der vergangenen Monate sind Schicht um Schicht "vor unseren Augen verborgen" - wie so vieles im Leben. Auf die gesamte Fläche im Kircheninnenraum (außer den Seitenschiffen jenseits der Säulen) werden OSB-Platten aufgebracht, auf die dann später endgültig das Parkett verlegt werden kann.
Zweite Monatshälfte im März
Auf die fertig verlegten Stromkabel konnten in der zweiten Märzhälfte die Dämmstoffmatten zwischen den Holzbalken aufgebracht werden. Fun fact: zu diesem Zeitpunkt hatte die Kirche als Nebeneffekt vorübergehend eine sehr abgedämpfte Akustik!
Hier läuft alles zusammen. Vorne im rechten Seitenschiff ist die "Verteilerstation", wo alle Heizungsrohre zusammengeführt werden und der Wasserzulauf aus dem Keller erfolgt.
14. März
Wenn die Handwerker Feierabend gemacht haben, oder auch früh am Morgen, strahlt die Kirche wieder ihre ganz eigene Ruhe aus. Und zeigt wunderbare "Licht-Blicke"...
Zuversicht
Mal ist es Lachen,
mal ein Gedicht.
Ich rede von der Zuversicht.
Leg sie ins Licht.
Peter Schott, Pfarrbriefservice.de
13. / 14. März
Weiter geht es mit den Elektrikern. Zwischen und durch die Balken hindurch werden kilometermeterweise Kabel gezogen - für die Fußbodenheizung, das Licht und zahlreiche Steckdosen.
6. März
Beim Ausschachten rund um die Sakristei für die Wärmepumpe hatte sich gezeigt, dass zahlreiche Wurzeln der umstehenden alten Bäume in das Mauerwerk der Kirche hineingewachsen waren. Eine Kamerafahrt durch die dort entlanglaufenden Wasserleitungen brachte die Erkenntnis: Auch diese sind schon ordentlich durchwurzelt, was leider "Verstopfung" verursacht. Außerplanmäßig werden hier also neue Rohre verlegt werden.
3. bis 6. März
Schicht für Schicht wird der Fußboden im Kirchenschiff und in der Apsis aufgebaut. Auf den Beton wurde eine Bitumen-Dampfsperre aufgebracht und verschweißt. Statt Opferkerzen und Ewigem Licht brannten in dieser Woche Flammen "anderer Art".
Übrigens findet seit Baubeginn Anfang Januar jede Woche am Montagmittag eine Baubesprechung statt. Dabei sind die Architektin Rose von der Heyde, die Vertreter der jeweils aktuell beteiligten Firmen und das Pastoralteam.
24. Februar
Auch drinnen geht es weiter. Die Tür aus dem Eingangsbereich unter dem Turm in Richtung Seitenschiff wird nicht mehr benötigt. Sie wurde zugemauert - im Kirchenraum wird in Zukunft die Figur des Heiligen Josef dort ihren Platz finden.
Ende Februar
Zur Abwechslung wird auch mal außerhalb der Kirche gebuddelt. In Zukunft werden wir unsere Energie zu Heizen über eine Wärmepumpe beziehen. Dafür wurde das Fundament gegossen - hinter der Sakristei, an der Seite zur Grundschule - und für die Zuleitung rund um den Sakristei-Eingang ausgeschachtet.
18. Februar
An und vor unserer Kirche sind inzwischen mehrere Banner zu sehen. Schon seit Beginn der Bauarbeiten hängt dort das große Banner des Bonifatiuswerks, denn dieses fördert unseren Umbau mit einer sehr hilfreichen Summe.
Dazu hat sich im Februar das Banner der ökumenischen Aktion "für alle" gesellt. Damit werben wir in diesen Zeiten und kurz vor der Bundetagswahl für Demokratie - mit unseren christlichen und hoffentlich auch allgemeingültigen Werten "Menschenwürde - Nächstenliebe - Zusammenhalt". Dafür wollen wir als Kirchengemeinde stehen, das soll unser Konzept "Räume öffnen" zeigen, indem unser Kirchengebäude künftig noch mehr "für alle" offen stehen und dienen soll.
Am Zaun zum Fußweg bieten zwei kleinere Banner Informationen zur Umbau-Phase: Das eine weist auf den aktuellen Gottesdienstort in Ruthe hin und lotst Interessierte mittels QR-Code auf dieses Bautagebuch. Das andere erinnert daran, dass Lebensmittelspenden natürlich weiterhin entgegengenommen werden, im Eingangsbereich des Pfarrbüros stehen die bekannten Körbe dafür bereit.
14. und 17. Februar
Das Chaos glättet sich und bekommt wieder Struktur: Nachdem der Boden im Mittelschiff und im Chorraum ausgeschachtet worden war, wurde er mit einer gleichmäßigen Sandschicht bedeckt. Darauf kamen am Freitag Dämmplatten, eine Sperrfolie und Bewehrungsgitter.
Am Montagmorgen fuhr dann der große Betonwagen vor. Mit einer Pumpe, einem beweglichen "Arm" und langen Schläuchen wurde eine Betonschicht in der Kirche verteilt. Das Team der Betonbauer, die übrigens aus Gera in Thüringen angereist waren, war bis in den Dienstagmorgen hinein damit beschäftigt, den aushärtenden Beton zu glätten und zu schleifen. Nun ist er bereit für die zukünftige Fußbodenheizung.
Mitte Februar
Parallel zum Ausbaggern des Untergrundes wird der Boden bereits wieder mit Sand aufgefüllt und geebnet. Auf den Sand werden Dämmplatten verlegt und darauf kommen die Bewehrungsgitter aus Stahl.
Am Montag, dem 17. Februar werden ca. 60 cm Beton in die Kirche eingebracht. Die Schilder, den Straßenrand freizuhalten, sind schon da.
Jeden Morgen vor Arbeitsbeginn werden die Container mit Bauschutt abgeholt und durch neue leere ersetzt.
3. Februar
Der Boden musste im Hauptschiff, den Querschiffen und der Apsis tiefer als erwartet ausgehoben werden. Dabei wird auch der Blick auf die Fundamente der Säulen und Wände freigelegt: seit weit über einhundert Jahren tragen sie unsere Kirche.
Das ausgebaggerte Geröll wird neben der Kirche in Containern zwischengelagert, die regelmäßig abtransportiert werden.
Die Natursteinplatten aus dem Mittelgang, von den Altarstufen und den Querschiffen wurden vorsichtig entfernt und werden zwischengelagert. Sie werden zum Schluss in den Seiten-und Querschiffen wieder verlegt. Der "Überhang" aus dem später nicht mehr vorhandenen Mittelgang kann zum Ausbessern der zahlreichen schadhaften Stellen dienen.
Im Seitenschiff sind noch Spuren des "Alten" erkennbar: hier hingen die Apostelleuchter (die wieder zurückkehren werden) und die Kreuzwegstationen (die es nicht mehr geben wird).
Anfang Februar
Die Orgelempore ist nun leer, übriggeblieben ist nur etwas Dreck der letzten Jahrzehnte. Und natürlich ein freier Blick auf das runde Fenster über dem Hauptportal, das so seit hundert Jahren nicht mehr zu sehen war. Es zeigt vier musizierende Engel und die Inschrift "Gloria in excelsis Deo" - Ehre sei Gott in der Höhe.
20. bis 24. Januar
Auch unsere Orgel hat die Kirche inzwischen verlassen und sich auf eine ziemlich weite Reise begeben. Sie war über die Firma Ladach auf dem Gebraucht-Orgel-Markt angeboten worden und das Konservatorium in Pesaro / Italien hatte den Zuschlag erhalten. Ein Team aus Italien hat in nur einer Woche die gesamte Orgel abgebaut, sodass sie per LKW an ihren neuen Bestimmungsort gebracht werden konnte. Die italienische Mannschaft hatte zum Ende hin Unterstützung von ihren deutschen Kollegen der Orgelbaufirma Hammer aus Wilkenburg. Mithilfe eines manuell betriebenen Lastenhebers wurden die gut sortierten und verpackten Teile von der Orgelempore nach unten transportiert.
21. bis 24. Januar
Im bisherigen Altarraum wurde auch der Tabernakel abgebaut und eingelagert - er wird nach der Umgestaltung einen neuen Platz erhalten. Das Podest, auf dem er stand, wurde ebenfalls entfernt, genauso wie der große goldfarbene Bogen und die Gitter im "industrial style", die bei der letzten Renovierung als gestalterisches Element gewählt worden waren.
Die drei Stufen in der Apsis wurden entfernt. In Zukunft wird die gesamte Fläche des Chorraums, der als Taufkapelle dienen wird, eine Ebene haben.
16. bis 22. Januar
Der alte Altar wird zukünftig nicht mehr genutzt werden. Um ihn aus der Kirche abtransportieren zu können, musste er in "handlichere" Stücke gebrochen werden. Die Bilder sind möglicherweise nichts für schwache Nerven, denn da musste mit schwerem Gerät gearbeitet werden. Der aus Marmor gefertigte Altar erwies sich als "echt harter Brocken": es dauerte mehrere Tage, bis er zerlegt war.
Mitte Januar
Ein paar Ein-Blicke in den Baustellen-Alltag: auch das Chaos bekommt Charme, wenn ein paar nachmittägliche Lichtstrahlen darauf fallen.
In der Kirche wird mit schwerem Gerät gearbeitet, daraus ergeben sich ganz neue Dimensionen, wie die Baggerschaufel mit Blick auf den ehemaligen Mittelgang zeigt.
Manches aber bleibt seiner Bestimmung (fast) treu: Das Weihwasserbecken wird auch von den Handwerkern genutzt.
9. Januar
Wie Sie sehen, sehen Sie fast nichts mehr. Das Holzpodest, auf dem die Kirchenbänke standen, ist komplett entfernt worden. Ebenso wie die Bänke an den Seitenwänden, alle Lampen und die Apostelleuchter. Das Taufbecken wurde aus dem Eingangsbereich genommen und ist vorübergehend im ehemaligen Beichtraum "geparkt".
8. Januar
Die Baufirma hat die Kirche übernommen und beginnt damit, den Holzfußboden zu entfernen und sämtliche Lampen abzunehmen.
7. Januar
Der letzte Akt: Aus dem Altar wird das Reliquiar entnommen. Dazu musste Stephan Ernst die mit Mörtel verschlossene kleine Kammer in der Mitte der Altarplatte aufflexen, dann konnte das kleine versiegelte Kästchen entnommen werden. Die Inschrift des Wachssiegels besagt, dass dieser Altar zur Amtszeit von Bischof Heinrich Maria Janssen geweiht wurde. Das Reliquiar wird bis zur Wiedereröffnung in Hildesheim aufbewahrt und dann wieder in den künftigen neuen Altar eingefügt.
6. Januar
Im letzten Gottesdienst war auch die Orgel ein letztes Mal zu hören gewesen. Die beiden Organisten Thomas Moock und Markus Kappmeyer verabschieden sich mit etwas Wehmut von diesem Instrument, das beide (wie auch unser "dritter Mann" Matthias Henkel) seit mehreren Jahrzehnten gespielt haben. Die Orgel wird abgebaut und kommt nach Italien, sie wird im Konservatorium von Pesaro an der Adria genutzt werden.
In unserer Kirche wird nach dem Umbau die Orgel aus St. Michael erklingen.
5. und 6. Januar
Nach den letzten beiden Gottesdiensten wird weiter geräumt: die Bänke im Altarraum werden abgeschraubt, Stühle, Gotteslobe und Krippenfiguren rausgetragen. Und am Ende ist die Kirche leer. Ein sehr ungewohnter Anblick, der schon große Lust auf die Neugestaltung macht!
3. Januar
Die Restauratorin Jutta Knörle holt mit Mann und Sohn die vier Heiligenfiguren ab. Sie wird sie in den nächsten Monaten in ihrer Giesener Werkstatt "aufhübschen": fehlende Finger (St. Nikolaus) und Zehen (Hl. Josef) ergänzen, Verschmutzungen und Wachsspritzer entfernen und abgeblätterte Farbe ersetzen.
2. und 3. Januar
Die alten Kirchenbänke waren unter anderem auf kleinanzeigen.de angeboten worden und haben alle Interessent:innen gefunden. In diesem Tagen werden sie abgeholt, die Kirche leert sich.
2. Januar
Es fängt an mit Aufräumen, Aussortieren und Wegwerfen. Unsere Küster Harald Rosemeier (rechts) und Walter Zapke (Mitte) haben mit unserem Hausmeister Stephan Ernst (links) ganze Arbeit geleistet und schon den zweiten Container gefüllt.
Wer trägt die Kosten für dieses Projekt?
Das Bauprojekt kostet insgesamt 1,7 Mio. Euro. Finanziert wird diese Summe z.T. durch den Verkauf der Kirche St. Michael in Nordstemmen, außerdem beteiligt sich unsere Pfarrei mit einem Eigenanteil. Ein großer Finanzgeber ist das Bistum Hildesheim, gefördert wird das Projekt außerdem mit einer größeren Summe durch das Bonifatiuswerk. Die Sanierung der Heiligenfiguren trägt die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Volksbank Hannover.





























































































































































































































































































































































