Erinnerungsstücke zum Mitnehmen
Flohmarkt und offene Kirche in St. Michael
Es war ein großartiger Sonntag Mitte Juni mit vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern: erfahrene Flohmarktgänger scannten mit geübtem Blick die ausgestellten Waren und sakrale Gegenstände im Pfarrheim und in der Kirche. Neugierige kamen, um zu schauen, was es gibt und auch um noch einmal einen Blick in den Kirchenraum zu wagen und ihn zu erleben. Viele Gemeindemitglieder schauten vorbei, um das ein oder andere Andenken mitzunehmen. So fanden z.B. die Umhängekreuze der Messdiener, das Weihwassergefäß, Kindergebetbücher, Kreuze, Apostelleuchter, Klemmhalter für Kerzen, Alltagsgegenstände wie Geschirr, Kaffeemaschine, Vasen, Blumenkübel, Gardinenstange mit Gardine oder auch die stylische 70er-Jahre Garderobe eine neue Heimat.
Die Kaffeeecke wurde zur Begegnung, zum Stärken aber gerade auch für viele Gespräche genutzt. Die Besucherinnen und Besucher haben lang und gern gesessen und auch gegessen – eine schöne Atmosphäre.
Der große Andrang war kaum zu erwarten. Sehr berührend waren die vielen Gespräche in der Kirche. Der Kirchraum konnte in Ruhe betrachtet werden: Altar, Ambo, Weihwassergefäß, Orgel ohne Orgelpfeifen, da diese schon ausgebaut waren, der Beichtstuhl ohne Türen. Gerade die Kinder hatten viele Fragen und schauten sich alles genau an. Und hatten die Gelegenheit, Dinge anzufassen und im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“. Und die Tür vom Tabernakel übte eine besondere Faszination aus – „die ist ja schwer“ und „hat Edelsteine“. Die Kirchenfenster übten wieder einen besonderen Reiz aus: die Liste der Interessenten wird immer länger!
Der Flohmarkt war ein voller Erfolg und die Freude darüber, dass so viele Gegenstände eine sinnvolle und wertschätzende Nachnutzung erfahren, ist groß. Diese Zeichen der Verbundenheit und die entstandene Erinnerungskultur sind hoffnungsgebend für unseren Kirchort St. Michael.
Text und Bilder: Barbara Scholz






