Wandlung und Wandelgang
Fronleichnam in Ruthe
Diesmal war das Wetter genau richtig: nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu feucht. Nachdem der Himmelfahrtsgottesdienst wegen Regengefahr doch lieber in der Kirche statt draußen stattgefunden hatte, konnten wir Fronleichnam wie erhofft im Park hinter der Ruther Kirche feiern. Menschen aus vielen Orten, aus Giesen, Ahrbergen, Groß Förste, Nordstemmen, Sarstedt und natürlich aus Ruthe waren zusammengekommen, um das Fest Fronleichnam zu begehen.
In seiner Predigt sprach Pfarrer Harald Volkwein über herausfordernde Zeiten und Situationen und über Wandlungen. Alles verändert, wandelt sich - und es ist gut, sich diesen Wandlungen nicht entgegenzustemmen. Passend dazu lud er vor dem Ende der Messe zu einem "Wandel-Gang" durch den Park ein. Es ging vorbei an Maria, dem alten Sakramentshäuschen am Ende des Rundwegs, an der Mauer, die den Blick auf die vorbeifließende (sich stets wandelnde) Leine ermöglicht und zurück zum Gottesdienstort auf der Wiese. Dieser Wandelgang ermöglichte neue Perspektiven auf vermeintlich Bekanntes, und so sagte auch einer der Mitgehenden an einer Stelle des Weges: "Hier war ich noch nie!".
Nach dem sakramentalen Segen und dem Schlusslied waren alle noch auf ein Getränk und einen kleinen Snack eingeladen. Viele hatten die Einladung, etwas Fingerfood für ein Buffet mitzubringen, gelesen und umgesetzt. Und so standen die meisten Gäste noch eine Weile ganz entspannt bei Sekt, Saft oder Bier und ein paar Leckereien beieinander. Eine veränderte, gewandelte Form, Fronleichnam zu feiern - eine, die zurzeit unseren Ressourcen und Möglichkeiten entspricht.
Text: Ute Köhler
Fotos: Hans Potthast
























