Zwölf mal hundert Jahre!

Singspiel zum Bistumsjubiläum aufgeführt

 

"Nur ein kurzes Schläfchen....", gähnt Dominik Hertel in der Rolle Kaiser Ludwigs des Frommen, bevor er sich vor dem Altar auf den Teppich legt. Sein "Medaillon" mit der Reliquie der Gottesmutter Maria hat er kurz zuvor in einen Dornenstrauch gehängt. Und dann geschieht das Wunder: im Traum erscheint ihm Maria persönlich. Darstellerin Miriam Döring singt das Lied von der Rose, die tausende Jahre blühen wird, um zu zeigen: hier ist ein guter Ort, hier will Gott bei den Menschen sein! Und auch die Requisite hält mit. Über die Stellwand mit "Wald"-Stoff wird nun ein Organza-Vorhang mit aufgenähten Rosenblüten gebreitet.

Das ist das Kernstück des Singspiels "Das Zeichen der Rose", das elf Jungen und Mädchen des Cantolino-Chores am Erntedanksonntag in der Heilig-Geist-Kirche aufgeführt haben. Komponiert und getextet von Ute Köhler konnte jedem Kind seine Rolle quasi "auf den Leib geschneidert" werden. Zu Kaiser Ludwig gehören noch seine liebreizende Frau Irmingard, zwei quirlige Töchter, seine Jagdfreunde und treuen Diener; außerdem die Gottesmutter Maria, die ja dem späteren Dom seinen Namen gab, und eine Chronistin, die das Geschehen auf der Bühne in die Bistumsgeschichte einordnet.  In vier Liedern und kurzen Spielszenen erzählen sie die Gründungslegende des Bistums Hildesheim, verbunden mit der Aussage: Gott ist bei den Menschen, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Das Beispiel der Rose kann uns zeigen, dass aus tiefen Wurzeln immer wieder neue Kraft zu schöpfen ist; dass zwischen allen Dornen des Lebens immer wieder Neues aufblühen kann.